Concordato preventivo biennale 2026–2027: Frist bis 2. November

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Kurz gesagt

Unternehmer und Freiberufler, die für 2025 die ISA anwenden mussten, können grundsätzlich bis Montag, 2. November 2026, dem Concordato preventivo biennale 2026–2027 beitreten. Dabei wird das zu versteuernde Einkommen aus der Tätigkeit für 2026 und 2027 auf Vorschlag der Agenzia delle Entrate im Voraus festgelegt. Forfettari können nicht teilnehmen.

Rechtsstand 2026, Stand: 11.10.2026. Allgemeine Information, keine Steuerberatung im Einzelfall.

Worum geht es?

Beim Concordato preventivo biennale (CPB) schlägt die Agenzia delle Entrate ein Einkommen aus der Tätigkeit für 2026 und 2027 vor, bei IRAP-Pflichtigen (nicht Einzelpersonen) auch einen Wert für die IRAP. Wer annimmt, zahlt Steuern und Pflichtbeiträge grundsätzlich auf diese Werte; ein höheres tatsächliches Einkommen wird nicht zusätzlich besteuert. Für den Teil über dem Einkommen von 2025 kann man in Grenzen eine Ersatzsteuer von 10 bis 15 % wählen, je nach ISA-Note. Außerdem darf die Agenzia das Einkommen aus der Tätigkeit dieser Jahre grundsätzlich nicht berichtigen; Kontrollen bleiben möglich, und bei einem Verfallsgrund entfällt dieser Schutz.

Wer kann teilnehmen?

Wer für 2025 die ISA anwenden musste, erstmals oder als Erneuerung nach 2024–2025. Nicht teilnehmen können Forfettari, wer schon für 2025–2026 beigetreten ist und unter anderem, wer für eines der letzten drei Jahre die vorgeschriebene Einkommensteuererklärung nicht abgegeben hat oder bestimmte endgültige Steuer- und Beitragsschulden ab 5.000 € hat.

Frist und Weg

Die Frist wurde gesetzlich auf den 31. Oktober 2026 verschoben; weil das ein Samstag ist, gilt Montag, 2. November 2026. Verspätet geht es nicht (keine remissione in bonis); ein Widerruf ist bis zur Frist möglich. Den Vorschlag berechnet die Software „Il tuo ISA CPB“. Angenommen wird er mit REDDITI 2026 oder getrennt mit dem Modello CPB und dem Deckblatt von REDDITI 2026 (ersetzt nicht die Steuererklärung), selbst oder über einen Vermittler.

Was man bedenken sollte

Die Bindung gilt für beide Jahre. Ist das tatsächliche Einkommen niedriger, auch bei Verlust, bleiben Steuern und Beiträge auf das vereinbarte Einkommen geschuldet. Vorzeitig endet der CPB etwa bei Aufgabe der Tätigkeit oder amtlich festgelegten außergewöhnlichen Umständen mit mehr als 30 % weniger Einkommen als vereinbart. Bei bestimmten Verstößen verfällt er für beide Jahre; Steuern und Beiträge auf ein höheres vereinbartes Einkommen bleiben dann geschuldet. Ob sich der Beitritt lohnt, hängt vom eigenen Vorschlag ab und ist im Einzelfall mit Steuerberaterin oder Steuerberater zu klären.

Passende Frage

Quellen (Stand: 11. Oktober 2026)

Hinweis

Allgemeine Information – keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Regeln zum angegebenen Stand und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an Ihre Bank, einen Steuerberater, ein CAF oder die zuständige Behörde. Mehr dazu unter Haftung.